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27.03.26

Echten Tansanit erkennen – Der komplette Leitfaden für Käufer

Echten Tansanit erkennen: Checkliste, Red Flags & Prüfwege

Der Tansanit gehört zu den seltensten Edelsteinen der Welt – und genau deshalb gibt es zahlreiche Fälschungen und Imitationen auf dem Markt. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen echten Tansanit von Glas, synthetischem Forsterit und anderen Imitationen unterscheiden, welche Warnsignale Sie sofort erkennen und wann ein Zertifikat unverzichtbar ist.

⚡ Schnelle Antwort: So erkennen Sie echten Tansanit Ein echter Tansanit zeigt Pleochroismus – er wechselt je nach Blickwinkel zwischen Blau und Violett. Wenn Sie den Stein drehen und er zeigt immer exakt die gleiche Farbe, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Tansanit. Achten Sie außerdem auf: Brechungsindex 1,685–1,707, Mohshärte 6,5–7, keine sichtbare Verdopplung der hinteren Facetten (das schließt synthetischen Forsterit aus) und ein Lichtbildzertifikat oder gemmologisches Gutachten.

Auf der Suche nach einem echten, zertifizierten Tansanit?

In unserem Shop finden Sie ausschließlich echte, natürliche Tansanite aus Tansania – persönlich geprüft und mit Lichtbild-Zertifikat. Jeder Stein wird von uns auf Echtheit kontrolliert.

Echte Tansanite entdecken
OS
Über die Opal-Schmiede: Wir handeln seit vielen Jahren mit Tansaniten und fertigen handgefertigten Edelsteinschmuck in unserer eigenen Werkstatt. Wir prüfen jeden einzelnen Tansanit persönlich auf Echtheit, Farbe, Reinheit und Schliff und liefern jeden Stein mit einem Lichtbild-Zertifikat aus. Dieser Beitrag basiert auf unserer täglichen Arbeit mit Edelsteinen – nicht auf angelesener Theorie. Mehr über den Tansanit als Edelstein erfahren Sie in unserem ausführlichen Portrait.

Der 60-Sekunden-Check: Erste Einschätzung ohne Spezialwissen

Sie haben einen Tansanit vor sich – oder sehen ein Angebot online – und wollen schnell einschätzen, ob der Stein echt sein könnte? Diese fünf Punkte können Sie sofort prüfen, ohne Spezialwerkzeug:

  • Farbwechsel bei Drehung: Drehen Sie den Stein langsam im Licht. Ein echter Tansanit wechselt zwischen Blau und Violett – je nach Blickwinkel. Zeigt der Stein aus jedem Winkel exakt die gleiche Farbe, ist das verdächtig.
  • Farbe unter verschiedenen Lichtquellen: Betrachten Sie den Stein bei Tageslicht und unter Glühlampe/LED. Echter Tansanit zeigt unter Kunstlicht oft einen stärkeren Violett-Anteil.
  • „Zu perfekt" ist ein Warnsignal: Ein Tansanit, der absolut makellos, gleichmäßig gefärbt und ohne jegliche innere Merkmale ist, könnte synthetisch oder Glas sein. Natürliche Steine zeigen unter der Lupe fast immer feine Wachstumslinien oder minimale Einschlüsse.
  • Gasblasen = Glas: Sehen Sie mit einer Lupe perfekt runde, kugelförmige Blasen im Inneren? Dann handelt es sich zweifelsfrei um Glas – nicht um Tansanit.
  • Preis-Realitätscheck: Ein „AAA-Tansanit" mit 3+ Karat für 50 € ist kein Schnäppchen, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Fälschung. Echte Tansanite in guter Qualität kosten mehrere Hundert Euro pro Karat.
💡 Ehrliche Einschränkung Diese Schnelltests können verdächtige Steine aussortieren, aber sie können einen echten Tansanit nicht beweisen. Hochwertige Imitationen wie synthetischer Forsterit bestehen diese einfachen Tests teilweise. Für eine sichere Identifikation braucht es entweder ein gemmologisches Instrument (Dichroskop, Refraktometer) oder ein Zertifikat von einem anerkannten Labor.

Red Flags: Diese Warnsignale bedeuten „Finger weg"

Die folgenden Punkte sind harte Ausschlusskriterien. Trifft auch nur eines davon zu, sollten Sie vom Kauf absehen oder den Stein professionell prüfen lassen:

  • Kein Farbwechsel bei Drehung: Echter Tansanit zeigt immer Pleochroismus (Blau ↔ Violett). Ein Stein, der aus jedem Winkel identisch aussieht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Glas, CZ oder synthetischer Spinell.
  • Runde Gasblasen im Inneren: Gasblasen sind ein untrügliches Zeichen für Glas. Sie kommen in natürlichen Kristallstrukturen physikalisch nicht vor.
  • Extreme Verdopplung der hinteren Facetten: Wenn Sie durch die Oberseite des Steins schauen und die hinteren Kanten stark „doppelt" erscheinen, handelt es sich wahrscheinlich um synthetischen Forsterit – nicht um Tansanit.
  • Kein Zertifikat bei hohem Preis: Ein Tansanit im vierstelligen Euro-Bereich ohne jeglichen Echtheitsnachweis ist ein massives Risiko.
  • Preis „zu gut um wahr zu sein": AAA-Tansanite mit 5+ Karat für unter 200 € existieren auf dem seriösen Markt nicht.
  • Verkäufer weigert sich, den Stein prüfen zu lassen: Ein seriöser Händler hat kein Problem damit, dass Sie den Stein von einem unabhängigen Experten begutachten lassen.
  • UV-Fluoreszenz: Leuchtet der Stein unter UV-Licht stark (kreidig, leuchtend), ist er wahrscheinlich ein dotierter synthetischer Spinell oder Glas. Echter Tansanit zeigt in der Regel keine Fluoreszenz.

Pleochroismus – Das stärkste Echtheitsmerkmal

Der Pleochroismus ist das mit Abstand wichtigste und auffälligste Erkennungsmerkmal des Tansanits. Es beschreibt die Eigenschaft des Kristalls, je nach Blickwinkel unterschiedliche Farben zu zeigen. Der Grund dafür liegt in der anisotropen (richtungsabhängigen) Kristallstruktur: Tansanit kristallisiert im rhombischen System und absorbiert Licht in verschiedene Richtungen unterschiedlich.

Im natürlichen Rohzustand: Trichroismus (3 Farben)

Unbehandelte Tansanit-Rohkristalle sind trichroistisch – sie zeigen entlang ihrer drei kristallographischen Achsen drei verschiedene Farben: tiefes Blau, intensives Violett und ein braun-grünliches bis burgunderrotes Farbspektrum. Die Minenarbeiter in den Merelani Hills nennen dieses bräunliche Rohmaterial umgangssprachlich „Diesel", weil die Farbe an unraffiniertes Dieselöl erinnert.

Nach Wärmebehandlung: Dichroismus (2 Farben)

Durch die standardmäßige Wärmebehandlung (400–600 °C) wird die braune Farbachse dauerhaft eliminiert. Der geschliffene, behandelte Tansanit – also praktisch jeder Tansanit auf dem Markt – zeigt danach einen klaren Wechsel zwischen zwei Hauptfarben: tiefem Blau und leuchtendem Violett. Diesen Farbwechsel können Sie mit bloßem Auge beobachten, wenn Sie den Stein langsam drehen.

Ein professionelles Dichroskop macht den Pleochroismus noch deutlicher sichtbar: Blickt man durch das Instrument, zeigen die zwei Sichtfenster bei einem echten Tansanit klar unterschiedliche Farben (Blau in einem Fenster, Violett im anderen). Bei einfachbrechenden Imitationen wie Glas, kubischem Zirkonia oder synthetischem Spinell erscheinen beide Fenster in exakt der gleichen Farbe – der Stein ist sofort als Fälschung entlarvt.

Gemmologischer Steckbrief: Die harten Fakten

Tansanit – Gemmologischer Steckbrief
MineralgruppeZoisit (Epidot-Obergruppe)
Chemische FormelCa₂Al₃(SiO₄)(Si₂O₇)O(OH) + V, Cr
KristallsystemRhombisch (orthorhombisch)
Mohshärte6,5 – 7
Brechungsindex (RI)1,685 – 1,707
Doppelbrechungca. 0,009 (gering – keine visuelle Facettenverdopplung)
Spezifisches Gewichtca. 3,35
Optischer CharakterDoppelbrechend (anisotrop), zweiachsig
PleochroismusStark: Blau / Violett (nach Erhitzung), Trichroistisch im Rohzustand
UV-FluoreszenzIn der Regel inert (keine Fluoreszenz)
FarbeBlau bis Violett (farbgebend: Vanadium, Titan)
BehandlungNahezu immer wärmebehandelt (400–600 °C) – Branchenstandard
SpaltbarkeitPerfekt in eine Richtung – empfindlich bei Stößen
Einziger FundortMerelani Hills, Tansania (ca. 20 km² Fläche)

Für Käufer besonders relevant: Der Brechungsindex (1,685–1,707) ist ein harter Identifikationswert, der am Refraktometer exakt gemessen werden kann. Weicht der Wert ab, handelt es sich nicht um Tansanit. Die geringe Doppelbrechung von 0,009 bedeutet zudem, dass echte Tansanite keine sichtbare Verdopplung der hinteren Facetten zeigen – ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal zum synthetischen Forsterit. Mehr zur Bedeutung der Mohs-Härteskala in unserem Blog.

Die häufigsten Imitationen und wie Sie sie entlarven

Wichtig vorab: Im Gegensatz zu Saphiren, Rubinen oder Smaragden gibt es keinen synthetischen Tansanit – also keinen im Labor hergestellten Stein mit identischer chemischer Zusammensetzung. Was auf dem Markt kursiert, sind Simulanzien (Imitationen): Materialien, die optisch ähnlich aussehen, chemisch und physikalisch aber völlig andere Substanzen sind.

Imitation Erkennung Gefährlichkeit
Blaues Glas Isotrop (kein Pleochroismus), runde Gasblasen unter Lupe, oft zu leicht, warm anfühlen. Gering – mit Lupe leicht zu entlarven.
Kubisches Zirkonia (CZ), blau Isotrop, kein Pleochroismus im Dichroskop, RI über 2,0 (deutlich höher als Tansanit), zu hohe Brillanz/Feuer. Mittel – ohne Dichroskop schwieriger.
Synthetischer blauer Spinell Isotrop, kein Pleochroismus, RI ca. 1,718 (abweichend), oft starke UV-Fluoreszenz. Mittel – Fluoreszenz-Test hilft.
Yttrium-Aluminium-Granat (YAG) Isotrop, kein Pleochroismus, abweichender RI, keine natürlichen Einschlüsse. Mittel.
Synthetischer Forsterit Anisotrop UND dichroistisch – imitiert Tansanit am besten. Erkennung über: niedrigerer RI (1,630–1,670), extreme Facettenverdopplung, grüne Reaktion im Hanneman-Filter. Hoch – die gefährlichste Imitation.

Die Grundregel: Alle Imitationen, die isotrop sind (Glas, CZ, Spinell, YAG), lassen sich mit einem Dichroskop in Sekunden ausschließen. Zeigt der Stein keinen Pleochroismus → kein Tansanit. Der synthetische Forsterit ist die einzige Imitation, die auch einen Pleochroismus zeigt – und erfordert deshalb zusätzliche Tests.

Synthetischer Forsterit – Die gefährlichste Imitation

Der synthetische Forsterit, oft in Russland im Czochralski-Verfahren hergestellt und seit ca. 1995 gezielt auf den Tansanit hin optimiert, ist die mit Abstand anspruchsvollste Imitation. Er kristallisiert ebenfalls rhombisch, zeigt Doppelbrechung und einen chemisch induzierten Dichroismus, der dem des Tansanits frappierend ähnelt. Für ungeschulte Augen ist er optisch kaum zu unterscheiden.

So entlarven Sie synthetischen Forsterit:

1. Facettenverdopplung prüfen

Schauen Sie mit einer 10-fachen Lupe durch die Oberseite (Tafel) des Steins auf die hinteren Facetten. Beim synthetischen Forsterit erscheinen die Kanten stark verdoppelt – wie Geisterlinien. Das liegt an seiner extrem hohen Doppelbrechung (ca. 0,033 vs. nur 0,009 beim Tansanit). Bei echtem Tansanit ist diese Verdopplung nicht sichtbar.

2. Brechungsindex messen

Am Refraktometer liegt synthetischer Forsterit bei 1,630–1,670 – messbar niedriger als der Tansanit-Korridor von 1,685–1,707. Dieser Test ist eindeutig und sofort aussagekräftig.

3. Hanneman-Tansanit-Filter

Dieses Spezialinstrument wurde gezielt für diese Unterscheidung entwickelt. Unter kontrollierten Bedingungen (Glühlampenlicht, nicht Neonlicht!) erscheint echter Tansanit durch den Filter in Pink-Orange bis Pink-Grau. Synthetischer Forsterit erscheint dagegen leuchtend Grün. Dieser drastische Farbunterschied macht die Identifikation sofort möglich.

Kobalt-Beschichtung: Wenn echter Tansanit manipuliert wird

Eine besonders heimtückische Betrugsmasche betrifft keine kompletten Fälschungen, sondern die Manipulation von echtem, aber minderwertigem Tansanit. Bei der Kobalt-Beschichtung wird ein blass gefärbter, günstiger Tansanit mit einer hauchdünnen Schicht aus Kobalt überzogen, die seine Farbe künstlich intensiviert. Das Ergebnis sieht aus wie ein hochsättigter, teurer AAA-Stein – ist aber Betrug.

Das Perfide: Da der Kernstein tatsächlich Tansanit ist, sind alle Standardtests unauffällig – Brechungsindex, Mohshärte, Doppelbrechung und Pleochroismus stimmen. Die Beschichtung lässt sich nur mit fortgeschrittener Technik nachweisen:

Im Labor wird der Stein in eine Immersionszelle unter einem Mikroskop gelegt und in eine schwere Flüssigkeit getaucht. Dadurch werden Ablösungen, Kratzer und Erosionen der Beschichtung an den Facettenkanten sichtbar. Zusätzlich kann eine Röntgenfluoreszenzanalyse (EDXRF) das Fremdelement Kobalt auf der Oberfläche chemisch nachweisen.

🚨 Praxis-Hinweis Kobalt-beschichtete Tansanite werden oft erst zufällig entdeckt – etwa wenn ein Stein nachpoliert werden soll und dabei die farbgebende Schicht abgetragen wird, sodass die blasse Originalfarbe zum Vorschein kommt. Kaufen Sie hochpreisige Tansanite daher ausschließlich bei Händlern, denen Sie vertrauen und die jeden Stein mit einem nachvollziehbaren Zertifikat liefern.

Tansanit vs. ähnliche blaue Steine: Verwechslungen vermeiden

Neben bewussten Fälschungen gibt es auch Steine, die dem Tansanit natürlich ähneln und mit ihm verwechselt werden können – ohne böse Absicht. Hier die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:

Stein Farbe Härte Hauptunterschied zum Tansanit
Blauer Saphir Reines Blau (kein Violett-Wechsel) 9 Deutlich härter, kein Blau-Violett-Pleochroismus, höherer RI (1,76–1,77).
Iolith (Cordierit) Blau-Violett bis Grau 7–7,5 Ähnlicher Pleochroismus, aber dritte Achse ist Grau-Gelb (nicht Braun). Niedrigerer RI. Deutlich günstiger.
Blauer Topas Hellblau (oft bestrahlt) 8 Helleres, „kälteres" Blau ohne Violett-Anteil. Kein ähnlicher Pleochroismus. Deutlich härter.
Aquamarin Hellblau bis Blaugrün 7,5–8 Viel hellerer, grünlicherer Ton. Kein Violett-Anteil. Schwacher Pleochroismus (Blau ↔ fast farblos).
Blauer Spinell Verschiedene Blautöne 8 Isotrop – kein Pleochroismus. Dichroskop zeigt sofort den Unterschied.

Der Pleochroismus (Blau ↔ Violett) ist das Schlüsselmerkmal, das den Tansanit von allen anderen natürlichen blauen Edelsteinen am schnellsten unterscheidet. Kein anderer handelsüblicher blauer Stein zeigt diesen spezifischen Farbwechsel in dieser Intensität.

Wärmebehandlung bei Tansanit – Ist das normal?

Ja – und das ist ein wichtiger Punkt, den viele Käufer nicht wissen: Nahezu jeder Tansanit auf dem Markt ist wärmebehandelt. Das ist kein Betrug, sondern ein weltweit akzeptierter, vollkommen legitimer Branchenstandard.

Im Rohzustand zeigen die meisten Tansanite eine dominante bräunlich-grüne Farbe (die dritte pleochroitische Achse), die die begehrten blauen und violetten Töne überdeckt. Durch kontrollierte Erhitzung auf 400–600 °C wird diese braune Achse dauerhaft eliminiert. Der Prozess verändert auf atomarer Ebene das Verhältnis zwischen Titan- und Vanadiumionen im Kristallgitter – eine permanente, irreversible Veränderung, die den Stein optisch transformiert.

Diese Behandlung mindert den Wert nicht. Sie ist vielmehr die Voraussetzung dafür, dass der Tansanit seine geschätzte blau-violette Ästhetik überhaupt zeigen kann. Lediglich unbehandelte Tansanite, die ihre blaue Farbe durch natürliche geologische Prozesse im Erdinneren erhalten haben, sind als extreme Raritäten bei spezialisierten Sammlern begehrt – und entsprechend selten und teuer.

✅ Was seriöse Händler tun Ein verantwortungsvoller Händler deklariert die Wärmebehandlung offen. In unseren Produktbeschreibungen und Zertifikaten weisen wir auf die standardmäßige Wärmebehandlung ausdrücklich hin – so wie es auch internationale Richtlinien und das GIA vorschreiben. Transparenz schafft Vertrauen.

Zertifikate: Was Sie wissen müssen

Ein Echtheitszertifikat ist bei Tansanit nicht nur empfehlenswert – bei höherwertigen Steinen ist es unverzichtbar. Aber Zertifikat ist nicht gleich Zertifikat. Worauf Sie achten sollten:

Was ein gutes Zertifikat enthält

Edelsteinart (Tansanit / Zoisit), Karatgewicht, Maße (mm), Schliffform, Reinheitsgrad (z. B. vvsi, augenrein), Farbbezeichnung, Deklaration der Behandlung (Erhitzung) und idealerweise eine Identifikationsnummer. Fotos erhöhen die Nachvollziehbarkeit.

Welche Zertifikate sind anerkannt?

International gilt das Gemological Institute of America (GIA) als höchste Autorität. Im deutschsprachigen Raum sind die Deutsche Stiftung Edelsteinforschung (DSEF) in Idar-Oberstein und das Gemmologische Institut Hamburg die maßgeblichen Anlaufstellen. Auch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige (ö.b.u.v. SV) erstellen rechtssichere Gutachten.

Unser Ansatz

Bei der Opal-Schmiede prüfen wir jeden Tansanit persönlich und liefern ihn mit einem hauseigenen Lichtbild-Zertifikat aus, das Steinart, Gewicht, Maße, Reinheit, Schliff und Behandlung dokumentiert. Auf Wunsch können wir auch ein externes gemmologisches Gutachten (z. B. DSEF oder GIA) organisieren – die Kosten dafür trägt der Kunde, wir übernehmen die komplette Abwicklung.

⚠️ Vorsicht vor gefälschten Zertifikaten Leider kursieren auch gefälschte Zertifikate – vor allem im Online-Handel. Prüfen Sie, ob das ausstellende Labor tatsächlich existiert und ob die angegebene Zertifikatsnummer verifizierbar ist (z. B. auf der Website des GIA). Ein PDF-Dokument ohne überprüfbare Referenz sollte Sie misstrauisch machen.

Preis als Plausibilitätscheck

Der Preis allein beweist keine Echtheit – aber er kann Fälschungen schnell unplausibel machen. Wenn ein Angebot „zu gut klingt, um wahr zu sein", ist es das meistens auch.

Zur groben Orientierung: Tansanite mittlerer Qualität (helleres Blau, kleinere Steine) sind ab ca. 100–200 € pro Karat erhältlich. Gute Qualität mit intensivem Blau-Violett liegt bei 200–500 € pro Karat. Hochwertige Steine (AAA-Graduierung, sattes Blau, augenrein) beginnen bei 500–1.000 € pro Karat und können bei Ausnahmesteinen deutlich darüber liegen. Größere Steine über 5 Karat in Top-Qualität sind sehr selten und entsprechend teurer. Mehr Details zu Preisfaktoren finden Sie in unserem Beitrag Tansanit-Preis: Was macht den Preis aus?

🔎 Echte Tansanite aus unserem Shop – drei Preisbeispiele Diese Steine zeigen die Bandbreite: Vom kompakten Schmuckstein für unter 250 € bis zum seltenen Investment-Stein im fünfstelligen Bereich. Alle persönlich geprüft, mit Lichtbild-Zertifikat.
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Häufig gestellte Fragen

Wie erkennt man echten Tansanit? Das wichtigste Merkmal ist der Pleochroismus: Drehen Sie den Stein und beobachten Sie, ob er zwischen Blau und Violett wechselt. Ergänzend können Sie mit einer Lupe auf Gasblasen (→ Glas) und Facettenverdopplung (→ synthetischer Forsterit) prüfen. Für eine sichere Identifikation ist ein Dichroskop oder ein gemmologisches Zertifikat erforderlich.
Gibt es synthetischen Tansanit? Nein. Tansanit (Zoisit) wurde bisher nicht erfolgreich im Labor synthetisiert. Was als „synthetischer Tansanit" verkauft wird, sind Simulanzien – optisch ähnlich aussehende, aber chemisch völlig andere Materialien wie synthetischer Forsterit, blauer Spinell oder dotiertes Glas.
Wie viel kostet 1 Karat Tansanit? Je nach Qualität zwischen ca. 100 € (mittlere Qualität) und über 1.000 € (AAA-Qualität, intensives Blau, augenrein). Die Farbe ist der wichtigste Preisfaktor. Mehr dazu in unserem Beitrag Tansanit-Preis.
Ist wärmebehandelter Tansanit weniger wert? Nein. Die Wärmebehandlung ist ein weltweit akzeptierter Branchenstandard und mindert den Wert nicht. Nahezu alle Tansanite auf dem Markt sind wärmebehandelt. Unbehandelte Steine mit natürlicher blauer Farbe sind extreme Raritäten für Sammler.
Kann ich einen Tansanit zu Hause sicher testen? Sie können verdächtige Steine mit den beschriebenen Schnelltests (Farbwechsel, Gasblasen-Check, Preis-Plausibilität) aussortieren. Eine sichere Identifikation erfordert jedoch professionelle Instrumente oder ein Zertifikat. Hochwertige Imitationen wie synthetischer Forsterit bestehen einfache Sichttests.
Wie teuer ist ein 10 Karat Tansanit? Ein 10-Karat-Tansanit in Top-Qualität (AAA, intensives Blau, augenrein) liegt im oberen vierstelligen bis fünfstelligen Euro-Bereich. Die Preise steigen mit der Karatgröße überproportional, da große Steine in hoher Qualität extrem selten sind.
Wo kann ich echten Tansanit kaufen? Bei spezialisierten Edelsteinhändlern, die jeden Stein mit einem nachvollziehbaren Echtheitszertifikat liefern und persönliche Beratung anbieten. In unserem Tansanit-Shop finden Sie ausschließlich echte, geprüfte AAA-Tansanite aus Tansania – jeder mit Lichtbild-Zertifikat.
Kann Tansanit an Wert gewinnen? Ja. Da das weltweite Vorkommen auf nur ca. 20 km² in Tansania begrenzt ist und die Lagerstätten zunehmend erschöpft sind, zeigen hochwertige Tansanite eine kontinuierliche Wertsteigerung. Für Investment-Zwecke kommen ausschließlich zertifizierte Steine in Top-Qualität in Frage. Mehr dazu auf unserer Seite Investment-Edelsteine.
Ist Tansanit der Geburtsstein eines Monats? Ja, Tansanit ist seit 2002 ein offizieller Geburtsstein des Monats Dezember. Mehr dazu in unserem Beitrag Geburtsstein Dezember – Tansanit, Türkis & Zirkon.

Echte Tansanite aus den Merelani Hills

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Quellen & weiterführende Informationen

Fachliteratur & Branchenquellen:
– Schumann, W. (2014): Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten. 16. Auflage. BLV Verlag, München.
GIA – Some Tanzanite Imitations (Gems & Gemology, Winter 1996): Wissenschaftliche Analyse der häufigsten Tansanit-Imitationen durch Kiefert & Schmidt.
The Tanzanite Experience – How to Differentiate Real and Fake Tanzanite: Praxisleitfaden mit Prüfmethoden.
The Tanzanite Experience – Wie man ein Tansanit-Zertifikat liest: Erklärung der 4Cs und Zertifikatsangaben.
PMC – Cause of Color Modification in Tanzanite after Heat Treatment: Wissenschaftliche Studie zur Farbveränderung durch Wärmebehandlung (Valenzaustauschreaktion Ti³⁺/V⁴⁺).
DSEF – Deutsche Stiftung Edelsteinforschung: Befundberichte und Herkunftsgutachten für Farbedelsteine.
Gemmologisches Institut Hamburg: Prüflabor und Sachverständigenbüro unter Leitung von Elisabeth Strack.

Weiterführende Beiträge in unserem Blog:
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